discover-health.center

Burnout Vorbeugen – Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden steigern

Stress ist nicht gleich Stress, sondern nur ein neutraler Ausdruck für Wenn wir nicht dort sind, wo wir gerne sein möchten.Belastung und den damit verbundenen körperlichen Reaktionen, die wir zur Bewältigung der jeweiligen Herausforderung benötigen. Stress a sich ist nicht gesundheitsschädigend. Doch entscheidend ist, wie ein jeder die alltäglichen Situationen und Belastungen bewertet.
Zeitmangel, Termindruck, Mobbing aber auch Krankheit und Schmerzen sind Situationen, die einem schnell über den Kopf wachsen können. Da in vielen Fällen keine Lösungsstrategien vorhanden sind, kommt es zur Aktivierung verschiedener Muster, die schon seit Jahrtausenden genetisch programmiert sind. Diese Muster werden als Stressreaktionen bezeichnet.

Was passiert also in unserem Körper unter Stress ?

Die erste und wichtigste Reaktion ist die Aktivierung des sympatischen Anteils des vegetativen Nervensystems und damit die vermehrte Bildung des Hormons Adrenalin. Mit deren Hilfe kommt es zur Freisetzung von Blutzucker aus der Leber, um den erhöhten Energiebedarf zu decken. Adrenalin hat weiter eine leistungssteigernde Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und die Atmung. Damit wird die Herzfrequenz gesteigert und das Gehirn besser mit Energie und Sauerstoff versorgt. Des weiteren erhöht der Körper den Cholesterinspiegel zur Abwehr eventueller Krankheitserreger und den Muskeltonus mit dem Ziel, die Herausforderungen und Probleme schnell und effektiv zu lösen und die Stressreaktion wieder abschalten zu können. Diese genetisch fixierten Programme sind so alt, dass sie gut mit Stressoren wie einem angreifenden Bären oder Krankheitserregern wie Bakterien umgehen können. Das Problem ist nun, wenn die zu lösende Herausforderung nicht der Bär oder die Bakterie ist, sondern der Chef oder die Arbeit allgemein, und keine langfristigen Lösungsstrategien gefunden werden. Damit halten diese komplexen Stressreaktionen an, was zu einer langfristigen Erhöhung der Herzfrequenz, des Blutdrucks, des Blutzucker- und Cholesterinspiegels führt. Diese Veränderungen sind die Grundlage von vielen unserer heutigen Zivilisationskrankheiten, wie zum Beispiel Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes und Schlaganfall. Bei anhaltender Aktivierung des Sympatikus erschöpfen die Energiereserven in der Leber. Schafft es der Körper dann nicht mehr, sich genügend zu regenerieren, sind Burnout, Depressionen und chronische Erschöpfung die Folge.

Was kann man nun tun, um aus diesem Teufelskreislauf auszubrechen ?

Man hört immer wieder viel von einer gesunden Work-Life-Balance und vom Erlernen von Stressverarbeitungsmechanismen, aber wie genau funktioniert das und wie kann man das kontrollieren?

Gesundheit, Wohlbefinden und Regeneration werden durch unser vegetatives Nervensystem gesteuert. Dieses besteht aus zwei Teilen, dem sympatischen Nervensystem und dem parasympatischen Nervensystem. Über den Sympatikus werden aktivierende und leistungssteigernde Reize vermittelt: er ist unser „inneres Gaspedal“ und wird bei Stress aktiviert. Der Parasympatikus hingegen ist unsere natürliche „Bremse“: für die Regeneration und für das Absinken der Herzfrequenz zuständig. Ein ausgeglichenes Zusammenspiel zwischen Sympatikus und Parasympatikus ist Ausdruck einer optimalen Anpassungsfähigkeit des gesamten Körpers an die Umwelt und damit ein Ausdruck von Gesundheit. Die Herzfrequenz bzw. die Herzfrequenzvariabilität gibt uns Auskunft  über die Balance von Sympatikus und Parasympatikus. So lässt sich über die Herzfrequenzvariabilität die Aktivität des Stresssystems messen.
Mit Hilfe von Biofeedbackgeräten kann man effektiv die „innere Bremse“ stärken. Die einfachste Form sind regelmäßige Atemübungen, die mittels Biofeedback kontrolliert werden. Dafür gibt es heute Programme und Handgeräte (z.B. dem „Qiu“),  die ein effektives Training ermöglichen.
Andere Möglichkeiten zum Stärken der „inneren Bremse“ sind Entspannungsübungen, regel-mässiges körperliches Training, ausgewogene Ernährung, Gewichtsreduktion bei Übergewicht und das Erlernen von Achtsamkeitsübungen gegenüber den persönlichen Stressoren.

Wie aktiv ist Ihr Sympatikus? Finden Sie es heraus und machen Sie eine Analyse der Herzfrequenzvariabilität!

Und wie beseitigen Sie die Stressoren? Mentalcoaching hilft! Ob als Neurolinguistisches Programmieren (NLP) oder Hypnose, einfach mal ausprobieren, was Sie bevorzugen!

2 Gedanken zu “Burnout Vorbeugen – Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden steigern”

  1. Super Bericht!
    Im Moment wechsle ich jeden Tag ab. Einen Tag laufen (30 min. Laufband bis max. Hfqz 140) und am darauf folgenden Tag Krafttraining. Nun stell ich mir die Frage ob das dann nicht wieder zu viel ist. Da ich dies noch nicht lange mache kann ich noch nicht von negativen sondern nur von positiven berichten.
    Aber es ist halt doch jeden Tag „Training“.

  2. Unser Körper ist gemacht für Bewegung, sei es Laufen oder auch Krafttraining. 30 Minuten täglich Laufband im Wechsel mit Krafttraining ist da absolut nicht zu viel. Es ist einfach wichtig die persönlichen Grenzen zu beachten und zu respektieren.
    Wenn man lange keinen Sport gemacht hat, und der Körper Belastung nicht gewöhnt ist, muss man sich gegebenenfalls langsam heran tasten. In diesem Fall ist auch mal ein Tag Pause die Woche angebracht.
    Aber keine Angst unser Körper hält ne ganze Menge aus! Aus genetische Sicht hält unser Körper mehr als 30 km/täglich und ne ganze Menge zu tragendes/zu bewältigendes Gewicht aus.

    Also fleissig dran bleiben :-).

Schreibe einen Kommentar

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Diese Webseite verwendet Cookies
Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mehr dazu finden Sie unter Datenschutzerklärung.
Wenn Sie diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen