Das Mikrobiom – Dreh- und Angelpunkt der Gesundheit

Allein unsere Darmflora, auch Mikrobiom genannt, zählt 100 Billionen Mikroorganismen. Somit gibt es 10 Mal mehr Darmbakterien als eigene Zellen in unserem Körper. Da macht es Sinn, dass auch nahezu alles unser Mikrobiom (die Gesamtheit und Variabilität unserer Darmbakterien) beeinflusst. Bei jedem Gang auf’s WC „verlieren“ wir einen Teil dieser kostbaren Flora, dann fast ein Drittel der gesamten Stuhlmasse besteht aus Darmbakterien. Aber keine Angst: durch ständiges Wachstum regeneriert sie sich immer wieder auf’s Neue.

Die Aufgaben des Mikrobioms sind vielfälltig:

  • Barriere gegenüber pathogenen Keimen durch Freisetzung bakteriostatischen und mikrobizid wirkenden Substanzen – sie bilden also wie ein Schutzschild, damit nicht’s ins Körperinnere gelangt, was nicht hinein soll
  • Immunmodulation des Körpers – trainiert & stimmuliert unser Immunsystem und hällt es gesund
  • Beeinflussung des metabolischen Syndroms positiv: das diabolisches Quartett aus Übergewicht, Diabetes Typ 2 & Insulinresistenz, Bluthochdruck und erhöhten Blutfettwerten (Cholesterin, Triglyzeride)
  • Spaltung von Teilen der Nahrung in kurzzeitige Fettsäuren und Kohlenhydraten, somit Beeinflussung von unserer Kalorienaufnahme und FettbildungCopyright: Krisdog / 123RF Stock Photo

Die Großteil der Darmbakterien kommt in jedem Darm als sogenanntes Basismikrobiom vor. Der interessantere Anteil ist jedoch der zusätzliche, variable Anteil. Dieser wird beeinflusst durch genetische Faktoren und verschiedene Bakterienstämmen, mit denen man in Kontakt kommt. Die zwei größten dieser Bakterienstämme sind die Firmicuten und Bacteroidetes.

Entscheidend ist das Verhältnis dieser beiden Stämme: wenn es nicht stimmt, können verschiedene Krankheiten und Übergewicht entstehen. Dazu mehr in weiteren Blog Beiträgen.

Die Zusammensetzung des Mikrobioms ist ein sehr dynamisches System. Trotz genetischer Vorgaben reagiert es sehr schnell auf die Nahrung, die es vorgesetzt bekommt. Daher geht eine erfolgreiche und langfristige Beeinflussung unseres Mikrobioms nur mit einer konsequenten Ernährungsumstellung einher.

Doch was sind das für 2 Arten? Fragen wir mal Wikipedia:

Firmicutes (lat. firmus „stark“, cutis „Haut“) bilden einen artenreichen Stamm innerhalb der Domäne der Bakterien. Die Firmicutes bilden zusammen mit den Actinobacteria die große Gruppe der Gram-positiven Bakterien. Sie unterscheiden sich von den Actinobakterien jedoch unter anderem durch ihren niedrigeren GC-Gehalt. Viele können widerstandsfähige Endosporenbilden, einige leben phototroph, manche Arten syntroph, andere spielen als Krankheitserreger eine wichtige Rolle. Wichtige Vertreter findet man unter anderem in den Gattungen StreptococcusLactococcusLactobacillusMycoplasmaBacillus und Clostridium.“

„Die Bacteroidetes bilden einen eigenen Stamm innerhalb der Domäne der Bakterien. In diesem Stamm findet sich eine breite Vielfalt von Stoffwechsel, Ökologie und Morphologie. Der Gram-Test ist negativ. Die Zellen der meisten Arten sind stäbchenförmig und bilden keine Sporen. Es sind aerobe, also auf Sauerstoff angewiesene, wie auch anaerobe Vertreter vorhanden. Mehrere Arten, wie z. B. von der Klasse der Flavobakterienund Cytophagen, sind durch Gleitbewegungen motil (beweglich).“

Hier finden Sie mehr Informationen, wie Sie Ihr Mikrobiom kennenlernen können. 

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3 Gedanken zu “Das Mikrobiom – Dreh- und Angelpunkt der Gesundheit”

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