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Die Fastenzeit beginnt! Wieviel dürfen wir nun essen?

Es ist Aschermittwoch: die offizielle Fastenzeit beginnt.

Doch religiös verordneter Verzicht war gestern, heute wird der Gesundheit zuliebe bewusst gefastet. Was man dabei beachten sollte, sowie Tipps & Tricks erfahren Sie hier!

Passend zum Thema gab es auch noch ein Interview mit den Oberseenachrichten und einen darauf folgenden Artikel. Lesen Sie hier mehr….

Merken Sie in der täglichen Praxis, dass jetzt Fastenzeit ist? Haben Sie mehr Kunden/Patienten, die fasten (wollen)?

In der täglichen Praxis spüren wir vor allem, dass ein neues Jahr mit vielen guten Vorsätzen begonnen hat. Kunden setzen sich mit ihrer Ernährung und ihrem Lebensstil auseinander und suchen bei uns Unterstützung im Erreichen ihrer Ziele.

Beobachten Sie religiöse bzw. nicht religiöse Motive?

Einen direkten Bezug zur derzeitigen religiösen Fastenzeit ist nicht zu beobachten. Doch Argumente zum Fasten beziehen sich heutzutage vor allem auf einen bewussten, zeitlichen Verzicht von Genussmitteln, wie Süssem, Alkohol oder Fleisch, um dem Körper mal eine gesunde Auszeit zu geben.

Gibt es Leute, die zu Ihnen kommen und nach Tipps fürs Fasten fragen, weil jetzt christliche Fastenzeit ist?

Die Fastenzeit vor Ostern ist ja nicht nur im christlichen Glauben verankert. Je nach Religion gelten in der Fastenzeit unterschiedliche Spielregeln. Die christliche Fastenzeit ist vor allem durch einem bewussten Umgang mit Lebensmitteln, einem Verzicht von Fleisch und den „effektiven Fastentagen“ an Aschermittwoch und Karfreitag geprägt, an denen bewusst nur 1 Mahlzeit zu sich genommen werden soll. Somit haben die gläubigen Christen eigentlich ihre Leitlinien und suchen eher in ihrer Gemeinschaft Unterstützung. Einige dieser Leute kommen dann aber zusätzlich zu uns in die Praxis, um den Körper bei einer Ayurvedamassage oder ähnlichem etwas Gutes zu tun.

Was sind die häufigsten Fehler, die beim Fasten gemacht werden? – Bzw. worauf sollten Gläubige achten, um sich nicht beim Fasten selbst zu schaden?

Die religiöse Fastenzeit sind 7 Wochen, bzw. 40 Tage. Wenn man jetzt einmal nachrechnet, stellt man fest, dass die Sonntage nicht mitgezählt werden. Dies sind sozusagen fastenfreie Tage. Wenn man über einen so langen Zeitraum die Kalorienmenge zu stark reduziert, dann ist dies für den Körper eine Notsituation. Ihm fehlt dann Energie für die Aufrechterhaltung wichtiger Organfunktionen und schaltet auf Sparmodus. Sobald dann die Fastenzeit vorbei ist, wieder „normal“ gegessen wird, dann wird nachgeholt und  der klassische Jojo-Effekt setzt ein.Gut ist es, sich über einen längeren Zeitraum bewusster zu ernähren und bestimmte Lebensmittel zu vermeiden; dagegen spricht nichts, solange die Ernährung nicht zu einseitig wird und bestimmte Mangelerscheinungen entstehen.

Kann es „gefährlich“ sein (aus religiösem Eifer) von einem auf den anderen Tag wenig bis nichts mehr zu essen?

Die entscheidende Frage hierbei ist für wie lange?! Wenn man mal einen Fastentag mit deutlich weniger Kalorien einlegt, dann ist dies per se nicht gefährlich. Viele haben jedoch ihre metabolische Flexibilität verloren, so dass sie dann in eine Unterzuckerung geraten, ihnen schwarz vor Augen werden kann, oder sie in Ohnmacht fallen. Legt man jedoch regelmäßig, so z.B. 1-2 mal pro Woche, einen Fastentag ein, dann tut man seinem Stoffwechsel etwas gutes und hält ihn flexibel, so dass man Fett in den Fettpolstern nicht nur speichert, sondern auch mal wieder abbaut.

Bedenkt man, dass heute ein erheblicher Teil der Bevölkerung übergewichtig ist: Würden Sie sagen, Sie „begrüssen“ die religiöse Fastenzeit?

Die religiöse Fastenzeit ist für einige der Auslöser, mal wieder über die Ernährung und den eigenen Lebensstil nachzudenken. Das begrüssen wir sehr. Auch hilft es, den Konsum von Genussmitteln, wie z.B. Süssigkeiten zu reduzieren. Spüren die Leute dann, dass sich verschiedene Beschwerden verbessern, sie besser schlafen können, mehr Energie verspüren und das Gewicht etwas herunter geht, dann ist dies ein guter Einstieg in grundlegende Verhaltensänderungen, die zu einer besseren Gesundheit führen. Natürlich darf Bewegung dabei nicht fehlen.

Hier kommen Sie zum Endergebnis, dem Artikel in den Oberseenachrichten vom 25. Februar 2016.

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