Ratgeber-Beitrag in den Oberseenachrichten zum Thema Reizdarm bei KIndern & Jugendlichen
Meine 9-jährige Tochter klagt seit mehr als 1 Jahr über Bauchschmerzen, Verstopfungen und Unwohlsein. Manchmal kann sie daher auch nicht zur Schule. Schulmedizinisch haben wir schon alles abgeklärt und es heisst: alles ok. Trotzdem brauchen wir eine Lösung!
Liebe Alexandra,
Danke für Ihre Schilderung. Gerade bei Kindern und Jugendlichen erleben wir vermehrt Verdauungsbeschwerden, die die Lebensqualität stark einschränken. Erstmal ist es wichtig, die medizinischen Ursachen abzuklären. Ergibt das nichts, dann sollte ganzheitlich an die Beschwerden heran gegangen werden.
Verstopfungen sind eine Störung des Darms, bei der Stuhl verzögert bzw. nicht vollständig abgegeben wird. Kinder bekommen häufig Probleme mit der Darmentleerung, wenn der Toilettengang als unangenehm oder sogar schmerzhaft empfunden wird. Sie reagieren dann mit dem Zurückhalten des Stuhls. Das kann physische und/ oder psychologische Ursachen haben.
Sensible Kinder können so beispielsweise reagieren, wenn ihnen die WC-Gänge als unangenehm erscheinen. Dafür verantwortlich sind oft Ernährungsfehler, wie z.B. ein Zuviel an Zucker, eine zu geringe Zufuhr von Ballaststoffen (wie etwa Gemüse), zu wenig Flüssigkeit oder auch die Nahrungsumstellung auf feste Kost. Nach Studien der Universität Amsterdam kann auch eine gestörte Darmflora der Eltern dafür infrage kommen. Bewegungsmangel und Stress können ebenso zu Verstopfung führen.
Im Zusammenhang mit Stress ist auch die Histaminproblematik zu nennen, die durch bestimmte Lebensmittel, falsche Darmbakterien oder Probleme der Darmschleimhaut (leaky gut) ausgelöst werden kann.
Jedes sechste Kind fühlt sich im täglichen Leben überfordert: Die Schule ist Stressfaktor Nummer 1. Auseinandersetzungen mit Kollegen drücken auf die kindliche Psyche, genauso wie Spannungen in der Familie. Auf diese ständige Anspannung reagiert dann der Darm mit Blähungen, Durchfall oder Verstopfung.
Sie sehen, verschiedenste Faktoren können zu Verdauungsbeschwerden führen. Mit Hilfe eines ausführlichen Erstgespräch und gezielter Stuhlanalyse können wir die wahren Ursachen der Beschwerden ermitteln. Je nach Einflussfaktoren erarbeiten wir einen individuell abgestimmten Behandlungsplan für Ihr Kind. Dabei können wir Sie ganzheitlich mittels Ernährung, Darmsanierung, Stressabbau z.B. mit Autogenem Training, und Vitalfeldtherapie auf dem Weg zu Lebensqualität & Wohlbefinden unterstützen beim Reizdarm behandeln bei Kindern und Jugendlichen.
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Bildnachweis: Shutterstock, Stockfotonummer 2226001259, Kind mit Magenschmerzen
