Bedeutung von Gaspedal und Bremse
Gesundheit, Wohlbefinden und Regeneration werden maßgeblich durch unser vegetatives Nervensystem reguliert. Dieses besteht aus zwei Hauptanteilen: dem sympathischen und dem parasympathischen Nervensystem. Der Sympathikus, unser „inneres Gaspedal“, sorgt für aktivierende und leistungssteigernde Reize und wird insbesondere bei Stresssituationen aktiviert. Der Parasympathikus hingegen fungiert als natürliche „Bremse“, die für Erholung, Regeneration und eine Senkung der Herzfrequenz verantwortlich ist.
Ein harmonisches Zusammenspiel von Sympathikus und Parasympathikus ist ein Zeichen für die Anpassungsfähigkeit des Körpers an äußere Einflüsse und damit ein wesentlicher Ausdruck von Gesundheit. Die Herzfrequenz und insbesondere die Herzfrequenzvariabilität (HRV) bieten wertvolle Einblicke in das Gleichgewicht zwischen diesen beiden Systemen. Mit der HRV lässt sich die Aktivität des Stresssystems präzise messen und bewerten.
Technisch ausgedrückt bezeichnet die HRV "die zeitliche Variation der R- Zacken untereinander. Der Abstand von einer R-Zacke zur nächsten R-Zacke im Elektrokardiogramm wird englisch als „RR-interval“ bezeichnet, im Deutschen wird von „R-R-Intervall“ oder „Periodendauer“ gesprochen. Während einer physiologischen Ruheatmung beträgt hier das R-R-Intervall der einzelnen Herzschläge zwischen 720 und 900 Millisekunden." (Zitat)

Andere Möglichkeiten zum Stärken der „inneren Bremse“ sind Entspannungsübungen, regelmäßiges körperliches Training, ausgewogene Ernährung, Gewichtsreduktion bei Übergewicht und das Erlernen von Achtsamkeitsübungen gegenüber den persönlichen Stressoren.
