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Nahrungsfrequenz: «1x täglich essen vergessen»

Fasten als Gesundheitsförderung - Ein möglicher Schutz vor Alzheimer, Demenz und Brustkrebs. Und für diejenigen, die das Leben geniessen: Es lässt sich mühelos in den täglichen Ablauf integrieren.

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Fasten ist eine Praxis, die in vielen grossen Religionen wie dem Christentum, Islam, Buddhismus und Judentum bekannt ist. Heutzutage bestätigt die Wissenschaft, dass Fasten nicht nur kulturell motiviert ist, sondern auch biologisch sinnvoll ist. Unser Körper ist von Natur aus auf Perioden des Essens und des Verzichts eingestellt, was unabhängig von äußerlichen Schönheitsidealen eine objektive Gesundheitsförderung darstellt.

Der US-Forscher Mark Mattson, Leiter des Forschungslabors für Neurowissenschaften am Institute on Aging in Baltimore, betonte, dass Laborversuche mit Mäusen und Ratten eine Lebenserwartungserhöhung um 30 bis 40 Prozent zeigten, wenn die Nahrungsaufnahme reduziert wurde. Mattson erforscht die Zusammenhänge zwischen der Nahrungsaufnahme und neurodegenerativen Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer. Er betont, dass Fasten einen positiven Einfluss auf das Gehirn hat und in Tierversuchen gut nachvollziehbar ist.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, weniger zu essen, wobei zwei Grundansätze bestehen: kontinuierlich weniger essen oder längere Essenspausen einhalten, bekannt als intermittierendes Fasten.

Während wir essen, wird Energie hauptsächlich in der Leber gespeichert, wo sie als Glykogen eingelagert wird. Glykogen wird normalerweise innerhalb von 12 bis 18 Stunden nach einer Mahlzeit abgebaut. Dieser Zustand tritt bei Menschen, die regelmäßig drei Mahlzeiten und Snacks zu sich nehmen, jedoch selten ein. Eine längere Fastenperiode ermöglicht es der Leber, das Glykogen abzubauen und den Körper zur Fettverbrennung anzuregen, wobei Ketone als Energiequelle produziert werden. Dieses Prinzip ist schon lange bekannt, da schon die alten Römer Ketone nutzten, um Epilepsie zu behandeln.

Die positiven Auswirkungen des Fastens gehen über die Gewichtsreduktion hinaus. Es fördert die Bildung von Proteinen im Gehirn, die die Bildung neuer Nervenzellen und deren Vernetzung unterstützen. Dies verbessert die Lern- und Gedächtnisfunktion und trägt zur Prävention von Krankheiten wie Parkinson bei. Zudem hilft intermittierendes Fasten dem Körper, beschädigte Erbinformationen zu reparieren.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Fasten keine Gefahr für den Körper darstellt. Selbst die frühesten Lebewesen auf der Erde mussten Mechanismen entwickelt haben, um längere Hungerperioden ohne gesundheitliche Schäden zu überstehen. Der menschliche Körper ist also nicht darauf ausgerichtet, den ganzen Tag über drei warme Mahlzeiten und Snacks zu sich zu nehmen.

Diese Erkenntnis ist nicht neu. Schon Paracelsus, ein Pionier der westlichen Medizin, sagte: "Fasten ist das beste Heilmittel." Die alten Ägypter schmückten vor rund 4000 Jahren eine Pyramide mit der Inschrift: "Der Mensch lebt von einem Drittel von dem, was er isst. Von den übrigen zwei Dritteln leben die Ärzte."

Die Ernährungsexpertin Ruth Patterson von der University of San Diego betont zudem den Zusammenhang zwischen Ernährung und dem Brustkrebsrisiko. Sie erklärt, dass Insulin, ähnlich wie Östrogen, ein Risikofaktor für Brustkrebs ist, da es das Zellwachstum fördert. Übergewichtige, körperlich weniger aktive Frauen und Frauen mit Diabetes haben ein erhöhtes Risiko für Brustkrebs aufgrund hoher Insulinspiegel. Insulinspiegel können jedoch durch Essenspausen gesenkt werden.

Es gibt verschiedene Formen des Fastens, die je nach den individuellen Zielen gewählt werden können. Zum Beispiel ist intermittierendes Fasten besonders für die Gewichtsabnahme geeignet, da es die Fettverbrennung fördert, ohne den Körper in den Hungerstoffwechsel zu versetzen. Sportler können ebenfalls bedenkenlos fasten, da der Körper während des Trainings auf alternative Energiequellen zurückgreift.

Insgesamt zeigt die moderne Forschung, dass das Timing der Nahrungsaufnahme und die Dauer der Essenspausen genauso wichtig sind wie die Menge und Qualität der Nahrung. Diese Erkenntnisse könnten weitreichende Auswirkungen auf die Gesundheit und die Prävention von Krankheiten haben.

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Marc Siebelt Therapeut für Ganzheitsmedizin - dipl. Fachmann für Darmgesundheit & med. Entspannungsverfahren
Marc Siebelt ist erfahrener Therapeut für Ganzheitsmedizin, zertifizierter Fachberater für Darmgesundheit und dipl. Fachmann für medizinische Entspannungsverfahren. Mit über einem Jahrzehnt Erfahrung und der Betreuung von mehr als 1500 Klienten hat er einen tiefgreifenden Einblick in die individuellen Bedürfnisse und Herausforderungen im Bereich der ganzheitlichen Gesundheitsversorgung gewonnen. Sein Engagement für eine umfassende Betreuung spiegelt sich in seinem ganzheitlichen Ansatz wider, der moderne Analysemethoden mit personalisierten Therapieplänen verbindet. Marc ist bestrebt, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern die zugrunde liegenden Ursachen von gesundheitlichen Problemen anzugehen und seinen Klienten zu helfen, langfristige Verbesserungen zu erzielen. Mit seiner Vision, Menschen zu ermächtigen, ihre Gesundheit aktiv zu gestalten, ist Marc Siebelt ein geschätzter Experte und Berater im Bereich der Ganzheitsmedizin.

2 Gedanken zu „Nahrungsfrequenz: «1x täglich essen vergessen»“

  1. «Nahrungsfrequenz: «1x täglich essen vergessen»
    Zu diesem Leitsatz kann ich zu 100% stehen, habe ich dadurch 16 Kg abgenommen ohne zu Hungern. Zu Beginn braucht auch etwas Disziplin, wenn man den Kühlschrank dauernd in der Nähe hat, aber es ist machbar und ohne 16 Kg lässt sich viel leichter wandern, walken oder welche Sportart auch immer ….

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